03 Was tun, wenn Personal umgesetzt werden muss?

21. Januar 2020, 10:00 – 16:30 Uhr
Justus-Liebig-Universität Gießen


Referentin   

  • Anke Schäfer, Beauftragte für Betriebliches Eingliedern an der Hochschule Fulda, Lehrbeauftragte
  • Dr. jur. Thomas Spitzlei, Akademischer Rat und Habilitand am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sozialrecht und Verwaltungswissenschaft an der Universität Trier

Zielgruppe
Fach- und Führungskräfte aus dem Personalbereich sowie Führungskräfte aus den Fachbereichen, die Erfahrungen mit Personalumsetzung/-lenkung austauschen und rechtliche Hintergründe kennenlernen möchten.


Beschreibung
Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen der Erfahrungsaustausch über gelungene und weniger gelungene Fälle der Umsetzung von Personal- sowie Rechtsfragen, die bei der Umsetzung mit zu bedenken sind. Anhand von Prozessen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements nach längerer Krankheit (BEM) wird deutlich, welche Herausforderungen zu bewältigen sind: BEM-Prozesse können ergeben, dass eine Umsetzung innerhalb der Hochschule notwendig ist. Es gilt herauszufinden, was zu den Qualifikationen und Möglichkeiten der betroffenen Personen passt. Andererseits gibt es Grenzen der Machbarkeit, da die Interessen der Hochschulen berücksichtigt werden müssen. Diesen Spagat zu bewältigen ist keine leichte Aufgabe.

Anke Schäfer In ihrer Eigenschaft als Beauftragte für das Betriebliche Eingliederungsmanagement an der Hochschule Fulda kennt sie die Herausforderungen, die mit Umsetzungen einhergehen.
Sie berichtet von Beispielen für die Umsetzung von Mitarbeitenden in BEM-Prozessen aus ihrer Hochschule und zeigt Möglichkeiten und Anforderungen an das Zusammenspiel von Führungskräften, Beschäftigten, Personalabteilung und weiteren Beteiligten auf. Sie geht insbesondere darauf ein, wie man präventiv dafür sorgen kann, dass Belastung und Überforderung am Arbeitsplatz so verringert werden, dass ein Umsetzen vermieden werden kann.

Die juristische Seite stellt Dr. Thomas Spitzlei vor: wenn etwa Spannungen am Arbeitsplatz nicht durch Gespräche aufzulösen sind, sondern verschiedene arbeitsrechtliche Instrumente zum Einsatz kommen. Der Vortrag stellt diese Instrumente vor und wirft einen Blick auf die Voraussetzungen und ihre Rechtsfolgen. Dabei ist im Hochschulbereich zwischen Angestellten und Beamten zu differenzieren. Zudem wird erläutert, in welchen Fällen und in welcher Form der Personalrat zu beteiligen ist.